Angst
Mach es! Ich bin hier.
Damit du wächst, komm ich zu dir.
Ich zeige dir dein Potential.
Winde dich nicht wie ein Aal!
Sondern schau mir in die Augen,
lass dir deinen Mut nicht rauben.
Gehe direkt auf mich zu,
lass mir bitte keine Ruh.
Sonst werd ich stärker und noch größer,
Du immer kleiner und nervöser.
Greif mich direkt frontal an,
Und beweise dir: Ja, ich kann!
Dann erst werde ich verschwinden,
Selbstvertrauen wird dich finden.
Mach das dein ganzes Leben lang
Unaufhaltbar bist du dann!

– Christian Bischoff

Dieses Gedicht des Persönlichkeits- und Motivationstrainers Christian Bischoff, entdeckte ich im März, kurz nachdem ich meine Website gründete. Sofort habe ich mich angesprochen gefühlt, denn mein bewegtes Innenleben ist schon immer von Angst und fehlendem Selbstvertrauen geprägt: Prüfungsängste, Verlustängste, „Ich kann das nicht“ – Gedanken, gepaart mit depressiven Phasen – na toll!

Die letzten dreieinhalb Jahre habe ich gelernt diese tiefen Ängste anzunehmen. Das ist der erste und wichtigste Schritt:
Akzeptiere die Angst, nehme sie an und gebe ihr Raum.
Wie Bischoff so schön beschreibt „…schau mir in die Augen!“ – gar nicht so einfach! Ich möchte dir schildern, wie meine Angst- und Paniksituationen aussahen. Anschließend gebe ich dir Tipps, wie du deine Angst annehmen kannst und sie verschwinden lässt.

Schriftliche Prüfungen: Schweißausbrüche, Herzrasen, inneres Chaos, Gedankenblockade – die Angst ist gerade so überdimensional groß, dass ich keinen Zugriff auf mein Wissen habe. Ich versuche mich zu beruhigen und die Angst zu vertreiben, doch das macht es nur noch schlimmer. Ich schreibe um das eigentliche Thema herum, da mir die Worte und Fachbegriffe fehlen – ich finde sie einfach nicht in meinem Chaoskopf! Irgendwann gebe ich auf und lege den Stift zur Seite. Ein innerer Impuls des Versagens löst die Tränen aus und sie kullern langsam meine Wangen hinunter. „Reiß dich jetzt zusammen, Sophie!“ Ich schaffe es einfach nicht. Meine Gedanken sind zu negativ, ich bin selbst nicht davon überzeugt, es zu schaffen! Ich gebe nun die schriftliche Prüfung dem Lehrer ab – versagt!

Mündliche Prüfung: Wieder einmal – Schweißausbrüche, Herzrasen, negative Gedanken, inneres Chaos, Gedankenblockade. Ich werde aufgerufen und betrete den Raum, indem mich meine zwei Lieblingslehrer freundlich anschauen und begrüßen. Sie fragen, wie es mir geht. „Ohhh, nein. Falsche Frage!“ Und schon geht es los … ich breche in Tränen aus, mein Hals ist wie zugeschnürt und ich kann kaum atmen. Ich schäme mich so sehr! Ich will das alles nicht! Ich möchte nicht so schwach sein und rumheulen – was bin ich eigentlich für eine Mimose?! Das war’s dann!

Folgende Aspekte waren mit ausschlaggebend für den Sieg gegen die Angst:
– Ich hatte das Glück, eine ganz tolle, verständnisvolle Lehrerin zu haben. Welche sich mir annahm und mich während des Berufspraktikums unterstützte.

– Zudem war ich bei einer Psychotherapeutin, welche mir die Grundlagen mitgab, die Angst anzunehmen und selbst das Ruder zu übernehmen.

– Mein Freund hat diese Phase während des Berufspraktikums und der Führerscheinprüfung stets begleitet. Er hat mich in allem unterstützt und half mir, mein Selbstbewusstsein gegenüber der Angst zu stärken – Training des Mindsets, Begleitung zu Prüfungen, Ermutigung, …

 

Fünf Schritte deine Angst zu besiegen:

1. Nehme DEINE Angst an: Akzeptiere, dass sie da ist und gebe ihr Raum. Es ist kontraproduktiv, die Angst immer wieder zu verdrängen oder sie beiseite zu schieben. So gibst du deiner Angst die Möglichkeit zu wachsen und irgendwann übernimmt sie das Steuer.

2. Ein neues, positives Mindset (für alle die mit dem Begriff nicht viel anfangen können: Ein Mindset ist die gewohnheitsmäßige Denkweise, geistige Haltung und Mentalität eines Menschen, welche seine Interpretation und Reaktionsweise in verschiedenen Situationen bestimmen.):
Wenn deine Denkweise und deine Mentalität eher negativ ist, vor allem was dich und deine Fähigkeiten betrifft, dann solltest du dies sofort angehen und ändern! Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie wichtig ein positives Mindset ist! Dein neues Mindset für deine Angst:
„Hallo Angst, schön das du da bist! Ich gebe dir etwas Raum, doch nicht zu viel, denn ich bin hier der Chef! Ich kann das, wir machen das jetzt gemeinsam!“ – du kannst es natürlich so umformulieren, dass du dich dabei wohl fühlst!

Die Angst kann dir helfen, mehr Selbstvertrauen zu erlangen. Nehme sie an, nimm sie an die Hand und gemeinsam geht ihr deinen Weg. Wichtig ist zu verstehen, dass DU die Angst steuern kannst und nicht umgekehrt!
Ich kam mir total komisch vor, solche Gedanken zu haben und musste immer wieder lachen. Das ist ganz normal, denn du bist es gewohnt, schlecht von dir zu denken und nach Fehlern zu suchen.

3. Spreche das Mindset laut aus: Auch hierbei wirst du dir wahrscheinlich erst mal komisch vor kommen. Es ist wichtig, diese Sätze nicht nur ein mal zu sprechen, sondern mehrmals. Damit trainierst du dein Gehirn und polst es von negativ zu positiv.

4. Schreibe dein Mindset auf: Wenn du ein visuell lernender Typ bist, dann nimm dir schönes Papier und bunte Stifte (positive Farben) und schreibe dein Mindset auf. Es hilft, wenn du es schön gestaltest und dir an den Spiegel hängst. So hast du ein tägliches Training.

5. Visualisierung deiner Gedanken: Stelle dir eine Prüfungssituation in Gedanken vor! Schließe deine Augen und male diese Situation in deinen Gedanken – live und in Farbe! Automatisch werden die damit verbundenen Gefühle auftreten und schon kann es los gehen. Statt „Ich kann das nicht“ oder anderen negativen Gedanken, sprich dein Mindset laut aus. Stelle es dir dabei in Schriftform vor.
Dein nächstes Gedankenbild sollte sein, wie du die Situation meisterst! Egal was für eine Angstsituation. Nun stelle dir vor, wie schön es sich anfühlt, es endlich zu schaffen! Ein Gefühl von Befreiung, ohne Angst. Du hast es endlich geschafft!

6. Training: Das Schwierigste hast du nun geschafft! Du hast dir ein positives Mindset geschaffen – in Schrift und Bild. Nun wiederhole Schritt 5 immer wieder. Dein Gehirn speichert die positiven Gefühle und wird sich umpolen. Natürlich solltest du auch an dich und diesen Vorgang glauben!

Ich verspreche dir: Du wirst es schaffen! 🙂
Ich habe es auch geschafft! Ich bin ca. 15 Mal durch die theoretische Führerscheinprüfung gefallen, da die Angst irgendwann das Ruder übernommen hat. Ich habe zusätzlich zu den fünf Schritten analysiert, was mich stresst und das waren: Das klicken der Computermaus, schweres Atmen Anderer, etc. Also habe ich die fünf Schritte über Wochen befolgt und ein positives Mindset trainiert und zusätzlich eine Einzelprüfung gemacht. Erster Anlauf und Prüfung bestanden!

Du kannst es auch!
Die 5 Schritte gegen die Angst kannst du nun auch herunterladen und ausdrucken. 

Bei Fragen oder Anliegen kontaktiere mich!

 

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