Mein ganz persönlicher Lockdown – als Körper, Seele und Geist begannen zu heilen

Seit Jahren plagten mich unterschiedlichste Lebensmittelunverträglichkeiten, sodass das Essen aufhörte Spaß zu machen.
Bauchschmerzen und -krämpfe, Blähungen, Übelkeit, plötzliche Durchfallattacken, Kopfschmerzen, Migräneanfälle mitten in der Nacht, Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen und und und … diese Symptome verfolgten mich die letzten sechs Jahre. Der Weg zu verschiedenen (Fach-)Ärzten wurde immer weiter und die Meinungen mehrten sich, bis ich keinen Überblick mehr hatte.

Im Frühjahr 2017 begann ich eine strenge Diät, welche mir das alltägliche Essen erschwerte und mir absolut jede Freude und jeden Nerv raubte. In einem Restaurant essen zu gehen wurde unangenehm, da ich viel umbestellen musste. Und trotzdem beeinträchtigte mich die oben genannte Symptomatik nur zu häufig.

Mit FreundInnen ausgehen, war immer damit verbunden, nicht nur einen Kater auszukurieren, sondern eine zweitätige „Krankheit“. Vielleicht einfach durch feiern? … auch keine gute Option. Gar nicht mehr ausgehen? … gesünder, ja. Aber traurig und ungesellig – entspricht nicht meiner Person. Dann lieber zwei Tage „krank sein“. 

März 2020: Mein ganz persönlicher Lockdown – meine Nerven waren ausgereizt, ich brach weinend zusammen, mein Leben kippte wortwörtlich wie ein Kartenhaus unter mir zusammen. Mein Körper verweigerte sich jeglicher Art. Ich hatte keine Kraft, um mir eine Mahlzeit zu zubereiten, geschweige denn, mich zur Toilette zu schleppen. 
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Dieser Tiefpunkt meines Lebens, sollte langfristig der Beginn meiner inneren Heilung sein.

Denn Heilung kann erst geschehen, wenn psychische Verletzungen vorhanden sind.

Vier Wochen verbrachte ich im Krankenhaus auf einer Depressionsstation. Mein Körper sagte mir klar und deutlich „Mach mal ’ne Pause, ich kann nicht mehr“. Er zwang mich regelrecht zur Ruhe zu kommen und einfach nichts zu tun. Jede Anforderung war zu viel für mich. Die Mahlzeiten wurden in einem Speisebereich an Gruppentischen eingenommen. Dort begann die Überforderung und hörte bei der Teilnahme der Therapien wie z.B. Yoga auf. Ich wollte mich nur ausruhen, schlafen und essen – Die Befriedigung meiner Grundbedürfnisse reichten mir aus.
Meine größte Angst, die noch dazu kam: Ich vertrage das Essen nicht und mich plagen alle möglichen oben genannten Symptome. Die erste Woche aß ich wenig und alle warmen Mahlzeiten ohne Soßen. Ich vermied alle Lebensmittel und Mahlzeiten, in denen sich (viel) Histamin, Laktose und künstliche Zusatzstoffe befinden könnten. Ungefähr am Ende der zweiten Woche begann sich der Knoten meiner emotionalen Blockade durch Therapien, Gespräche, Ruhe und Zeit für mich selbst, langsam zu lösen. Irgendwann überkam mich ein Gefühl von noch nie zuvor gefühlter Freiheit und trotzdem war ich mir selbst plötzlich so nah. Ich fühlte meine innere Stärke, meine Kraft und Energie. Ich wurde mir meiner Selbst bewusster und ich empfand Selbstliebe, wie ich sie noch nie zuvor verspürte. Freude überkam mich, als ich rote Beete aß! 😀 Ich habe mich über diesen Geschmack gefreut wie ein kleines Kind. Alle Wahrnehmungskanäle wurden geöffnet und meine Sinne geschärft. Nach heilloser Überforderung, war da diese Leere und nach einiger Zeit, als ich begann zu heilen, konnte ich endlich wieder empfinden. Ich verstand nun langsam, meinen persönlichen Lockdown als Chance zu sehen.

Körper, Seele & Geist im Einklang

Mein Körper heilte: Ich begann „normaler“ zu essen und „meine“ Unverträglichkeiten zu ignorieren, denn mein Körper sehnte sich nach so vielem. Zum Beispiel nach rohen Tomaten im abendlichen Tomatensalat (sehr, sehr histaminhaltig). Ich kam nicht gegen mich selbst an. In den nächsten Monaten begann ich viele Lebensmittel für mich wieder zu entdecken, ohne auf sie zu reagieren. Ich konnte es selbst kaum glauben und suchte nach Erklärungen.

Meine Seele heilte: Ich erlaubte mir erstmals Frieden mit mir selbst zu schließen. Mir selbst und Anderen zu verzeihen – einen Teil der Vergangenheit loszulassen. Meine negativen Emotionen hatten endlich freie Bahn und wollte die Fahrt beenden. Wut, Traurigkeit, Scham, Verletzlichkeit – all’ diese kindliche Emotionen, welche über Jahre im Unterbewusstsein abgespeichert wurden, wurden plötzlich kleiner.

Mein Geist heilte: Ich festigte meinen Glauben zu Gott – Seit knapp 10 Jahren pilgere ich nach Taizé, Frankreich. Dort suchte ich immer wieder nach dem Glauben zu Gott, doch ich war nie 100%ig überzeugt. Im Oktober 2019 war ich nach einer längeren Pause wieder in Taizé und durfte unglaubliche Erfahrungen im Bereich des Glaubens machen. Dieser Momente wiederholte sich im Krankenhaus, als ich kur vor dem Aufgeben war – und mein Glaube wurde stärker als je zuvor. Nicht nur der Glaube zu Gott, vor allem der Glaube an mich selbst!

Kurz nach meiner Krankenhausentlassung

Die Erfahrungen und Erkenntnisse dieser vier Wochen prägten mich sehr stark. Ich durfte nicht nur meine innere Kraft und Stärke entdecken, sondern meine Kreativität und vieles mehr. Mittlerweile esse ich wieder „normal“, ohne jegliche Beschwerden!

So begann ich also zu heilen. Heute heile ich noch immer.

Doch was passiert, wenn der Alltag mich wieder hat? 

Das erfährst du im nächsten Artikel 🙂 

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Von Sophie

Feinfühlige, kreative Reise durch meine chaotische und strukturgeliebte Welt 🌍🖌

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